Freitag, 3. April 2020

Mobilitätskonzept

Konzept für langfristige Ausrichtung der Verkehrsinfrastruktur

Antwort auf die Frage der Lie:Zeit zum Mobilitätskonzept


Was erwarten Sie sich vom Mobilitätskonzept der Regierung und was sollte in der Verkehrspolitik mit Priorität angegangen werden? 

Vom Mobilitätskonzept erwarte ich Antworten, wie die Verkehrsinfrastruktur langfristig ausgerichtet werden soll. Diesbezüglich gehe ich davon aus, dass darin verschiedene Schwerpunkte dargelegt werden. In Bezug auf den Öffentlichen Verkehr erhoffe ich mir einerseits einen Ausbau des grenzüberschreitenden Angebots. Dass dieser Ausbau notwendig ist, hat vor kurzem die Petition zur Einführung der Linie Feldkirch-Ruggell-Salez aufgezeigt. Andererseits erhoffe ich mir, dass das Angebot in die Quartiere, die sog. Feinverteilung erweitert wird, wie es nun in Eschen umgesetzt wurde. Zudem erhoffe ich mir durch das Mobilitätskonzept, dass es die Optimierung der Infrastruktur für den motorisierten Individualverkehrs darlegt. Auch diesbezüglich sind langfristig Massnahmen unabdingbar, wie bsp. der Autobahnzubringer Triesen-Vaduz oder eine Verbesserung der Situation beim Grenzübergang Bendern. Des Weiteren erachte ich es als zwingend, dass dargelegt wird, wie die Dorfzentren entlastet werden können. Hierbei denke ich in erster Linie an die Orte Nendeln, Schaanwald und Ruggell, deren Dorfzentren durch den steigenden Verkehr stark belastet werden, was auf Dauer keine Alternative mehr sein darf.

Darüber hinaus ist die Regierung noch die Antworten der FBP-Interpellation zur allfälligen Anbindung und Weiterführung der S-Bahn FL-A-CH schuldig, mit welcher die Regierung aufzeigen soll, wie das Oberland und die stark wachsenden Industriegebiete Ruggell und Bendern an ein etwaiges S-Bahn-Netz angeschlossen werden könnten. Von dieser Interpellationsbeantwortung erwarte ich auch eine Darlegung konkreter Visionen. Dies umso mehr, als ich davon ausgehe, dass ohne klare Vision, wie die von der S-Bahn nicht tangierten Gemeinden an diese angeschlossen werden können, es schwierig werden dürfte, bei einer Volksabstimmung eine Mehrheit für das S-Bahn-Projekt zu erhalten.

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